


Während sich andere Trainer über die lang ersehnte Winterpause freuen, kann es Mario Stritzel kaum erwarten, dass es wieder los geht: Lieber heute als morgen würde der ambitionierte Trainer des SV Lippramsdorf II mit seiner Mannschaft wieder loslegen.
„Sehr erfreulich“, teils „famos“ sei die Hinrunde seiner Elf gewesen, wesentlich stabiler wirke seine Truppe inzwischen. Schon Ende der letzten Saison habe er gemerkt, dass bei den Lippramsdorfern etwas zusammenwachse, nun sieht er sich in seiner Meinung bestätigt. Als Tabellenfünfter überwintert der LSV in der Kreisliga-B Borken, hat in der Hinrunde einige Male für Furore gesorgt.
So sind die jungen Lippramsdorfer Himmelsstürmer das einzige Team, das Spitzenreiter Borken-Hoxfeld II (3:2) schlagen konnte. Ein weiteres Highlight einer tollen Vorrunde war das 3:2 zu Saisonbeginn gegen starke Ramsdorfer. Die Szene, an die sich Trainer Stritzel jedoch am liebsten im Rückblick erinnert, ereignete sich am 12. Spieltag gegen Hülsten. Beim Spielstand von 0:1 faltete Kapitän Marc Grelewicz seine Truppe auf dem Feld lautstark zusammen. „Ein paar Minuten später lagen wir dann in Führung und haben am Ende 4:1 gewonnen“, sagt Stritzel.
Stabile Viererkette
Ein Entwicklungsprozess sei bei seiner Elf definitiv erkennbar, vor allem die Viererkette stehe inzwischen viel stabiler. Jörn und Sören Ave halten die Truppe als erfahrenste Spieler zusammen. Hinzu kommen Akteure wie Robin Overhoff oder Christian Brink, die in der Jugend noch eher unauffällig waren, nun aber im Seniorenbereich plötzlich aufblühen.
Selbst den Ausfall des so wichtigen Marcel Wessling, der aufgrund seiner Knieprobleme wohl nie wieder Fußball spielen kann, verkraftete der LSV. Marcel Kappe zieht nun die Fäden im Mittelfeld.
Offensiv-Qualitäten
Außerdem hat der LSV vorne an Qualität gewonnen, Daniel Teltrop hat einen Sprung gemacht. Das ist auch dem Trainer der ersten Mannschaft, Josef Ovelhey, nicht verborgen geblieben, der Teltrop schon mehrfach in seine Elf berief. „Josef kriegt immer mehr Geschmack an meiner Truppe“, lacht Stritzel.
Vier Punkte beträgt der Rückstand seiner Elf zum Tabellenzweiten aus Reken und damit zu einem Aufstiegsplatz. Nicht uneinholbar, doch das Saisonziel hat sich nicht geändert: „Die Top 7 ist sicher drin. Wenn unterm Strich dann ein Platz unter den Top 5 stehen würde, wäre das im Sommer wie ein vorgezogenes Weihnachten.“
Großen Anteil am LSV-Höhenflug hat laut Stritzel vor allem einer: Co-Trainer Jens Ptaszynski. „Er ist nicht nur für mich sehr wichtig, sondern auch für die Stimmung im Team.“
Quelle: Niklas Schenk, Halterner Zeitung
Die Spielpläne für die 1. und 2. Mannschaft stehen im Netz.